C.G. JUNG

Carl Gustav Jung wurde 1875 in Kesswil geboren. † 1961. Er war ein Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie.

C.G.JungZITATE VON C.G. JUNG

Ich glaube, dass Heilen auf nicht-materiellem Weg, durch geistige Methoden, eine Zukunft ungeahnter Möglichkeiten hat. Und ich glaube, dass ihr Bereich allmählich über das, was wir heute, zu Recht oder Unrecht, als “funktionell” bezeichnen, hinauswachsen und auch alles Organische umschliessen wird.

Ich sehe die Morgenröte einer neuen Zeit vor mir aufleuchten, in der man gewisse chirurgische Eingriffe, zum Beispiel an inneren Gewächsen, als blosse Flickarbeit ansehen wird, voller Entsetzen, dass es überhaupt einmal ein so beschränktes Wissen über Heilmethoden gab. Dann wird kaum noch Raum sein für althergebrachte Arzneimittel!

Es liegt mir fern, die Medizin und Chirurgie irgendwie herabzusetzen, ich hege im Gegenteil große Bewunderung für beide. Aber ich habe Blicke tun dürfen in die ungeheuerlichen Energien, die der Persönlichkeit selbst innewohnen und in solche von außerhalb liegenden Quellen, die unter gewissen Bedingungen durch sie hindurch strömen, und die ich nicht anders als göttlich bezeichnen kann. Kräfte, die nicht allein funktionelle Störungen heilen können, sondern auch organisch bedingte, die sich als blosse Begleiterscheinungen seelisch-geistiger Störungen herausstellten.

Die Irrationale Fülle des Lebens hat mich gelehrt, nie etwas zu verwerfen, auch wenn es gegen alle (ach so kurzlebigen) Theorien verstösst oder sich sonst wie als vorderhand unerklärlich erweist. Man ist dadurch zwar beunruhigt; man ist nicht ganz sicher, ob der Kompass richtig zeigt, aber in Sicherheit und Gewissheit macht man keine Entdeckungen.

Sollen wir nun nicht denken? Es ist unmöglich, keine Gedanken zu haben. Sollen wir nun nicht atmen? Es ist unmöglich, nicht zu atmen. Nichts Vergleichbares gibt es, als diesen Notstand selbst als Medizin zu nutzen, was bedeutet, dass Geist und Atmung aufeinander ruhen.

Die Begegnung mit sich selber gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht, solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.

Ich habe es mir zur Regel gemacht, jeden Fall als eine völlig neue Aufgabe zu betrachten. Routine kann nützlich sein und ist es auch, solange man es mit der Oberfläche zu tun hat, doch sobald man die wesentlichen Probleme berührt, übernimmt das Leben selber die Führung, und selbst die brillantesten theoretischen Prämissen werden zu unwirksamen Wörtern.

Nicht wie man eine Neurose los wird, hat der Kranke zu lernen, sondern wie man sie trägt.

Auch das glücklichste Leben ist nicht ohne ein gewisses Mass an Dunkelheit; und das Wort „Glück“ würde seine Bedeutung verlieren, hätte es nicht seinen Widerpart in der Traurigkeit.

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