NISARGADATTA

Nisargadatta Maharaj wurde 1897 in Bombay geboren. Er war Zigarettenverkäufer und spiritueller Lehrer. 

Lektüre: “ICH BIN” Band 1, 2 und 3. von Nisargadatta Maharaj
Dann gibt es noch ein Buch, es ist vergriffen, aber so wundervoll, dass es hier einfach erwähnt sein muss: „Nisargadatta“ Ein indischer Mystiker des 20. Jahrhunderts von Hellmuth Hecker, Octopus-Verlag
www.nisargadatta.net

NisargadattaZITATE VON NISARGADATTA MAHARAJ

Gibt es eine Welt ausserhalb deines Wissens? Kannst du über das, was du weisst, hinausgehen? Du magst von einer Welt unabhängig vom Verstand ausgehen, doch wird das immer nur ein Konzept sein, unbewiesen und unbeweisbar. Deine eigene Erfahrung ist ihr Beweis, der nur für dich Gültigkeit besitzt. Wer könnte sonst noch deine Erfahrungen machen, wenn die andere Person nur so real ist, wie sie in deiner Erfahrung erscheint?

Jegliches Interesse am Wissen zu verlieren bedeutet Allwissenheit. Sie ist ein Geschenk, genau das zu wissen, was man im Moment wissen muss, um fehlerlos handeln zu können.

Du musst nichts wissen um zu sein, aber du musst sein, um zu wissen.

Nichts steht Deiner Befreiung im Wege, und sie kann hier und jetzt geschehen, aber du bist mehr an anderen Dingen interessiert. Andererseits kannst du gar nicht gegen deine eigenen Interessen handeln, du musst ihnen folgen, sie durchschauen und beobachten, wie sie sich nur als irrtümliche Beurteilungen und Einschätzungen erweisen.

Zu sagen „ich erkenne mich selbst“ ist ein Widerspruch in sich selbst, denn was erkannt wird, kann nicht „ich selbst“ sein.

Ohne es zu wissen, bist du auf der Suche nach dir selbst. Du sehnst dich nach Liebe, nach dem, was der Liebe würdig ist, nach dem absolut Liebenswerten. Auf Grund deiner Unwissenheit suchst du in der Welt der Gegensätze und Widersprüche. Wenn du es in dir selbst findest, dann wird deine Suche vorüber sein.

Sich nach einem bestimmten Muster verhalten zu wollen ist eine irrsinnige Zeitverschwendung. Denke weder an die Vergangenheit, noch an die Zukunft, sei einfach.

Erkenne dich selbst als den Ozean des Bewusstseins, in dem alles geschieht. Das ist gar nicht so schwierig. Ein wenig Aufmerksamkeit, eine genaue Beobachtung deiner selbst, und du wirst erkennen, dass kein Ereignis ausserhalb deines Bewusstseins existiert.

Die Wahrheit muss sich nicht bestätigen, sie liegt in der Erkenntnis des Unwahren. Es ist sinnlos nach der Wahrheit zu suchen, wenn der Verstand dem Unwahren gegenüber blind ist.

Wenn du einmal verstanden hast, dass die Person nur ein Schatten der Realität ist, doch nicht die Realität selbst, hörst du auf dich zu sorgen und unruhig zu sein. Du lässt dich von Innen leiten, und das Leben wird eine Reise ins Unbekannte.

So wie die Sonne durch ihr Erscheinen die Welt aktiv werden lässt, so bewirkt Selbst-Gewahrsein Veränderungen im Verstand. Im Lichte ruhigen und beständigen Selbst-Gewahrseins erwachen innere Energien, die ohne jegliche Anstrengungen Ihrerseits Wunder bewirken.

Es ist das Befrieden von Wünschen, welches das Elend schafft. Von Wünschen frei sein, ist grösster Segen.

Eure Begehren und Bedürfnisse sind es, die die Gesellschaft geschaffen haben. Eure Wünsche sind so komplex und widersprüchlich, dass es kein Wunder ist, wenn auch die Gesellschaft, die ihr erschafft, komplex und widersprüchlich ist.

Wir alle hängen an Konzepten, zur Rettung der Welt Gutes zu tun. Mit all den grossen Konzepten und Ideen, die grosse Menschen hatten, wo sind die Geretteten und Retter heute?

Alles was ich weiss, ist, dass das, was von irgendetwas abhängt, nicht wirklich ist. Nur das Wirkliche ist wahrhaft unabhängig.

Bei mir gibt es keine Sorgen. Ich leiste den Schwierigkeiten keinen Widerstand, darum bleiben sie nicht bei mir.

Sadhana ist beständiges und fortgesetztes Sichwundern.

Jede Erfahrung schenkt mir die Berührung mit der Wirklichkeit!

Lasse falsche Vorstellungen fallen, das ist alles. Wahre Vorstellungen zu hegen ist nicht nötig, denn es gibt keine.

In Wirklichkeit ist Vergnügen nur eine Ruhepause ohne Pein.

Ein Mensch der sagt „jetzt bin ich glücklich“, befindet sich zwischen zwei Kummersituationen – einer vergangenen und einer zukünftigen. Dieses Glück ist lediglich Erregung, die durch das Fehlen von Schmerz verursacht wurde. Wahres Glück kann nicht in etwas gefunden werden, das sich verändert und vorübergeht.

Aus dem Leiden heraus sucht die Sehnsucht Erfüllung, aber sie endet im Leid von Enttäuschung. Hinter allen Freuden steht das Leid. Alles Streben nach Freuden wir aus Leid geboren und endet im Leid.

Freude und Leid ereignen sich, aber Leid ist der Preis für die Freude und Freude ist die Kehrseite des Leides. Das Wissen, dass Freude und Leid eins sind, das ist Frieden.

Ich glaube nichts von dem, was man mir erzählt, nicht einmal das, was die heiligen Schriften berichten. Ich glaube nur meiner eigenen Erfahrung.

Du musst energisch sein, wenn du dich zu meditieren entschliesst. Meditieren ist entschieden keine Nebenbeschäftigung. Beschränke deine Interessen und Fähigkeiten auf die nacktesten Notwendigkeiten für dich und deine Familie. Spare alle Energie, alle Zeit auf, um die Mauer niederzurbechen, die der Verstand um dich errichtete hat. Diese Aufgabe scheint hoffnungslos zu sein, bis plötzlich alles klar und einfach wird und wundervoll leicht. Glaube mir und du wirst es nicht bereuen.

Vergnügen lässt dich einschlafen; Schmerz weckt dich auf. Wenn du nicht leiden willst, dann schlafe nicht ein.

Sorge dich zuerst um das Allerwichtigste; das weniger Wichtige wird für sich selber sorgen. In einem dunklen Zimmer wirst du nicht mit aufräumen beginnen. Du wirst zuerst die Fenster öffnen und Licht hereinlassen. Mit Licht gelingt alles viel leichter.

Alles was verlorengehen kann, gehört einem nicht wirklich; und was nützt dir etwas, das nicht dein eigen ist?

Einzig die Hilfe, die vom Bedürfnis nach weiterer Hilfe befreit, ist es wert geleistet zu werden. Hilfe, die wiederholt werden muss, ist keine Hilfe. Rede nicht davon, einem anderen helfen zu wollen, bevor du ihn nicht jenseits aller Bedürfnisse nach Hilfe bringen kannst.

Bevor nicht in dir selber Ordnung herrscht, kann es keine Ordnung in der Welt geben. Das Unwissen ist die Krankheit, die einem unwissenden Verstand anhaftet. Heile deinen Verstand, und er wird aufhören, verzerrte, hässliche Bilder zu produzieren.

Um anderen helfen zu können, musst du über das Bedürfnis, anderen helfen zu wollen, hinaus sein.

Du bist nur für das verantwortlich was du ändern kannst. Und das einzige was du ändern kannst, ist deine Einstellung. Da liegt deine Verantwortung.

Indem du dich gegen das Übel wehrst, stärkst du es. Entziehe ihm einfach das Interesse.

Um Wasser zu finden, solltest du nicht überall kleine Löcher graben, sondern an einer einzigen Stelle bis auf den Grund bohren.

Ich weiss, dass es in der Natur des Gewahrseins liegt, Dinge ins Lot zu bringen.

Die Quelle kümmert sich nicht um die Launen des Flusses.

Wenn du dein Leben damit verbringst, Wissen anzuhäufen, kerkerst du dich ein. Um über den Verstand hinauszugehen braucht es keinen hoch entwickelten Verstand.

Wenn Anstrengungen notwendig sind, dann werden sie geschehen, und wenn es wichtig ist, dass keine Anstrengungen unternommen werden, dann wird auch das geschehen. Man braucht dem Leben nicht auf die Sprünge zu helfen. Fliesse einfach mit ihm und gib dich völlig den Anforderungen des Augenblicks hin, was bedeutet, jetzt für das Jetzt zu sterben. Denn Leben bedeutet sterben. Ohne Tod gibt es kein Leben.

2 Kommentare zu “NISARGADATTA

  1. Wer Nisargadatta gelesen hat, hat alles war er braucht um sich im „stillen Kämmerlein“ auf den Weg zu machen. Ausreden laufen ab jetzt ins Leere.

Kommentare:

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