ZITATE VON JIDDU KRISHNAMURTI | Zenartblog

JIDDU KRISHNAMURTI

Jiddu Krishnamurti, 1895 in Südindien geboren war ein bekannter Philosoph, Autor und spiritueller Lehrer.

Lektüre: “Schöpferische Freiheit” von Jiddu Krishnamurti
www.krishnamurti.com

KrishnamurtiZITATE VON JIDDU KRISHNAMURTI

Bitte hören sie genau hin. Niemand wird Ihnen all diese Dinge sagen; nehmen Sie das Gesagte deshalb bitte ganz aufmerksam auf, so dass bereits der Akt des Hörens zu einem Wunder wird. In diesem Zustand der Aufmerksamkeit gibt es keine Grenze, keine Begrenzungen, und deshalb keine Richtung. Es existiert nichts ausser dieser Aufmerksamkeit, kein „ich“ und kein „du“, keine Dualität.

Wir werden dazu erzogen und konditioniert, uns in bestimmte Richtungen zu bewegen – von hier nach dort. Wir haben eine Idee, einen Glauben, eine Vorstellung, dass es dort eine andere Wirklichkeit geben müsse, einen Zustand der Glückseligkeit und bewegen uns in diese Richtung. Wenn Sie sich konzentrieren und in eine bestimmte Richtung gehen oder denken, ist in Ihrem Geist kein Raum. Sie haben keinen inneren Raum wenn Ihr Geist voll gestopft ist mit Vorlieben und Bindungen, mit Ängsten und Wünschen, mit Verlangen nach Vergnügen, Macht und Status. Dann herrscht in Ihrem Geist drangvolle Enge. Wo Aufmerksamkeit herrscht, gibt es keine Richtung, sondern Raum.

Sobald du erkennst dass du so bist wie die restliche Menschheit, bekommst du eine grosse Kraft. Dann hast du die enge Rinne der Individualität, den engen Kreis des “ich” und “du”, des “wir” und “sie” durchbrochen.

Kannst du im täglichen Leben ohne Vergleichen auskommen? Kannst du ganz und gar aufhören zu vergleichen, nicht in der Meditation, sondern im täglichen Leben? Natürlich vergleichst du, wenn du dich zwischen zwei Materialien entscheiden musst, zwischen diesem und jenem Stoff; du vergleichst zwei Autos miteinander oder verschiedene Wissenszweige, aber wir vergleichen uns auch psychisch, innerlich, mit anderen. Können wir, wenn dieses Vergleichen aufhört – und es muss aufhören -, können wir dann vollkommen für uns alleine stehen? Das geschieht, wenn man aufhört zu vergleichen – es bedeutet nicht, dass man vor sich hinvegetiert. Kannst du also im täglichen Leben aufhören zu vergleichen? Tu es einmal und du wirst feststellen, was es bedeutet. Du wirfst eine ungeheure Last ab. Und wenn du eine solche unnötige Last abwirfst, hast du eine Menge Energie zur Verfügung.

Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.

Das Verstehen dessen, was ist, ist das einzig Wichtige – nicht die Formulierung dessen, was sein sollte. Diese Teilung zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte, ist der Ursprung jeden Konflikts.

Das Streben nach einem Vorbild führt zu jeder Art Konflikt, Illusion und Heuchelei. Wohingegen das Verstehen dessen, was ist – und das ist das einzige, das wir tatsächlich haben, zu einem ganz anderen Zustand des Geistes führt.

Der Geist nimmt seine eigene Beschreibung wahr, verfängt sich darin und denkt, er sähe Tatsachen, wo er in Wirklichkeit doch nur der Gefangene seines eigenen Gedankenprozesses ist.

In Momenten vollkommenen Alleinseins, das sich nur dann einstellen kann, wenn alle Fluchtmöglichkeiten und deren eigentliche Bedeutung wahrhaft erkannt worden sind, tritt das Glück des Augenblicks zutage.

Gelehrsamkeit hat nicht das Geringste mit Intelligenz zu tun.

Wenn ihr wirklich lernt, lernt ihr während eures ganzen Lebens, und dann gibt es keinen speziellen Lehrer, von dem man lernt. Dann lehrt euch alles – ein totes Blatt, ein fliegender Vogel, ein Duft, eine Träne, der Reiche und der Arme, die Weinenden, das Lächeln einer Frau, der Hochmut eines Mannes, ihr lernt von allem, und deshalb gibt es keinen Führer, keinen Philosophen, keinen Guru mehr.

Ich behaupte, dass die einzige Spiritualität, die Unbestechlichkeit des Selbst ist, denn diese ist zeitlos, sie ist die Harmonie zwischen Vernunft und Liebe

Im Wesen von Beobachtung – seiner wahren Bedeutung – gibt es kein Denken; da gibt es kein Zentrum eines “Ichs”, das “dich” anschaut.

Ein Mensch, der ein neues Leben, eine neue Art zu leben, entdecken möchte, muss die außergewöhnliche Qualität der Stille erforschen. Aber Stille kann es nur geben, wenn die Vergangenheit gestorben ist – ohne jedes Argumentieren, ohne jedes Motiv, ohne zu sagen: «Ich werde eine Belohnung dafür bekommen, dass ich die Vergangenheit aufgebe.»

Die Vorstellungskraft hat keinen Platz in der Meditation. Sie muss vollkommen beiseite bleiben, denn ein Geist, der sich seiner Einbildungskraft bedient, kann nur Selbsttäuschungen hervorbringen.

Durch Anpassung werden wir zu mittelmässigen Nachahmern, zu Rädern in der grausamen Maschine der Gesellschaft.

Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.

Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise spaltet

Konflikt ist nichts weiter als das Leugnen dessen, was ist, oder das Davonlaufen vor dem, was ist. Einen anderen Konflikt gibt es nicht. Unser innerer Konflikt wird immer komplexer und unlösbarer, weil wir uns weigern, uns dem zu stellen, was ist.

Um sich zu erkennen, wie man ist, braucht es eine ausserordentliche geistige Beweglichkeit, denn das, was ist, verändert sich ständig, und wenn der Geist fähig sein soll, ebenso schnell zu folgen, darf er nicht an irgendein Dogma, einem Glauben oder ein Handlungsschema gebunden sein.

Ein Mensch, der glücklich ist und liebt, sehnt sich nicht nach Besitz. Er lässt sich nicht durch Macht, Status oder Autorität verführen. Nur die Unglücklichen, die Leidenden, streben nach Macht und Erfolg, um ihrer eigenen Unzulänglichkeit zu entfliehen.

Du willst Visionen haben, und wenn du irgendeine Droge nimmst oder ausreichend durch eine bestimmte Religion konditioniert bist, dann wirst du auch Visionen haben. Ein Mensch, der ständig an Christus, Buddha oder wen auch immer denkt, wird früher oder später diese Erfahrungen und Visionen haben, aber diese entsprechen nicht der Wahrheit. Sie haben nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun. Sie sind lediglich selbst projizierte Phänomene; sie sind das Ergebnis deines Verlangens nach Erfahrungen. Deine eigene Konditionierung projiziert das, was du sehen willst.

Alleinsein ist keine Isolation, es ist nicht das Gegenteil von Einsamkeit, es ist ein Seinszustand, wenn alle Erfahrung, alles Wissen ein Ende haben.

Die meisten von uns sind auf Ergebnisse aus, wollen Ziele erreichen; wir wollen ständig die Oberhand gewinnen und uns durchsetzen. Auf diese Art ist echtes Zuhören nicht möglich.

 

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